Unbemannte Raumsonden
last updated: 19:23:50/04.01.01 |
Deep Impact
Die Sonde
Der Einschlagkörper
Der Weg zum Kometen Tempel-1
Die Stunden vor dem Einschlag
Art:
Komet Flyby/Penetrator
Homepage:
http://www.ss.astro.umd.edu/deepimpact/
Missions-Start:
Januar 2004
Missionsbeschreibung:
Deep Impact soll im Jahr 2004 zum 6 Kilometer großen Kometen Tempel-1 geschickt werden. Statt nur Bilder und andere Daten während eines Vorbeifluges zu sammeln, wird Deep Impact vor dem Vorbeiflug einen 500 Kg schweren Penetrator aussetzen. Währen der Penetrator mit mehr als 10 Km/s auf der Kometenoberflächen einschlägt, wird die FlyBy-Sonde den Einschlag aus sicherer Entfernung beobachten. Einen Krater von über 20 Metern Tiefe und über 120 Metern Breite erhofft man sich, die dabei entstehende Staubwolke dürfte mehrere Kilometer Durchmesser haben und eventuell sogar von der Erde aus mit Amateurteleskopen sichtbar sein.
Aktueller Missions-Status:
Deep Impact befindet sich in der Designphase.
Wichtige Missionsdaten:
Januar 2004 
Start 04.07.05 
Einschlag im Kometen P/Tempel 1
Die Hauptsonde ist 3,2 x 1,7 x 2,3 Meter groß, das Startgewicht wird etwa bei einer Tonne liegen. Die Nutzlast werden der Impactor (Einschlagkörper), der auf der Kometenoberfläche einschlagen soll, und das Instrumentenmodul sein. Das Instrumentenmodul besteht aus der hochauflösenden Kamera und anderen wissenschaftlichen Geräten.

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In dem oberen Bild ist nur die Hauptsonde gezeigt, der Impactor ist nicht eingezeichnet. In der nebenstehenden Abbildung ist die Aufteilung zwischen der eigentlichen Hauptsonde, den Instrumenten der Hauptsonde und dem Impactor zu erkennen. Das lange Rohr auf dem Instrumententeil ist die Kamera, die Bilder von dem entstandenen Krater mit einer Auflösung von bis zu 1,4 Metern/Pixel erstellen soll.

http://www.ball.com/aerospace/di_flyby.html --- DeepImpact - FlyBy Spacecraft
Der Impactor ist der eigentliche Star der Show. Er ist fast einen Meter hoch und hat einen Meter Durchmesser, um es Bildlich zu machen: ein 100 Liter Fäßchen auf dem Weg zu einem Kometen. Nachdem er ausgeklingt wurde und sich seinen Weg zum Kometen gebahnt hat, wird er mit 10 km/s auf der Oberfläche einschlagen. Bis kurz vor dem Einschlag soll die Sonde Meßdaten an die Hauptsonde funken. Bilder und andere Daten müssen direkt und auf schnellstem Wege zur Hauptsonde übertragen werden, da der Impactor nach dem Einschlag nicht mehr existiert.

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Durch das Gewicht von 500 Kilogramm und die Hohe Geschwindigkeit von 10 km/s ist die auf die Oberfläche einwirkende kinetische Energie enorm. Die Wissenschaftler rechnen mit einem Einschlagkrater von über 20 Metern Tiefe und 120 Metern Durchmesser. Von dem Impactor wird bei diesem Manöver nicht viel übrig bleiben, vielmehr wird sein verdampfter Rest sich unter die Teilchen der Staubwolke mischen, die sich bei dem Einschlag bilden wird. Da man diese Staubwolke u.a. von der Erde aus auf ihre Zusammensetzung untersuchen will, wurde der Impactor zum größten Teil aus dem Material Copper hergestellt, das sich nachher aus den Spektrallinien der Meßdaten relativ leicht herausrechnen läßt.
http://www.ball.com/aerospace/di_impact.html --- DeepImpact - Impactor
Die Sonde soll am 1. Januar 2004 auf ihren Weg geschickt werden. Sie wird ein Jahr lang fast neben der Erde her fliegen, um am 30. Dezember 2004 während eines Erd-Vorbeifluges die nötige Kurskorrektur zu erhalten. Während der Annäherung an Erde und Mond soll das Zielsuchsystem des Einschlagkörpers getestet werden, natürlich ohne den Körper auszuklinken. Danach wird Deep Impact weiter zum Kometen Tempel 1 fliegen, um pünktlich zum Independence Day in Amerika ein Feuerwerk im All zu entfachen.

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http://www.ball.com/aerospace/di_misover.html --- DeepImpact - Track
Etwa 24 Stunden vor dem geplanten Einschlag trennt die Hauptsonde sich von dem 500 Kilogramm schweren Einschlagkörper. Ausgestattet mit einem Zielsuchsystem und kleinen Steuerdüsen soll er sich sicher auf sein Ziel, die Tagesseite des Kometen, zubewegen. Kurz nach dem Ausklinkmanöver soll die Hauptsonde eine Kurskorrektur vornehmen. Zum einen soll sie langsamer werden, um das Spektakel gut im Blick zu haben, zum anderen um nicht selbst zum Einschlagkörper zu werden und sicher am Kometen vorbeifliegen zu können. Neben Bildern des Kometen soll sie auch Daten von dem Einschlagkörper aufnehmen, der bis kurz vor dem Einschlag Bilder der Oberfläche machen soll. Die im Speicher der Hauptsonde gesicherten Daten werden in den darauffolgenden Wochen zur Erde gefunkt.

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http://www.ball.com/aerospace/di_misover.html --- DeepImpact - Track
Daten aktualisiert am 30.6.2000